Abgesehen davon, dass man mit beiden rauf oder wieder runter kommt, erstmal nichts. Schaut man aber näher hin, kann man sagen, dass Fahrstühle mit alten Holzleitern betrieben werden können.
Wie das? Ganz einfach, Holz ist Energie
Mit dem urzeitlichen Lagerfeuer beginnt die Geschichte der Holzenergie. Heute stehen deutlich effizientere Technologien zur Verfügung, um mit Holz Wärme und Strom zu erzeugen. Angesichts steigender Preise für fossile Energieträger und der Erkenntnis, dass wir in ein paar Jahren mehr Öl verbrauchen als gewinnen können, bringt die effiziente Nutzung von Bioenergie Sicherheit für die Zukunft. Mit Bioenergie wird heute meist der Anbau von Pflanzen verbunden, die sich dazu eignen, Strom, Wärme oder Kraftstoffe zu gewinnen. Ebenso bedeutend sind aber auch Reststoffe, wie z.B. Waldrestholz, das bei der Verarbeitung von Waldholz anfällt, Nebenprodukte von Sägewerken, wie z.B. Sägemehl, Holzspäne oder eben Altholz, wie Lagerpaletten aus Holz, alte Holzmöbel oder eben Leitern. Was auf den ersten Blick ein Abfallprodukt ist, kann energetisch hervorragend genutzt werden.
Alt- oder Restholz im Einsatz für grünen Strom
Mit dem EEG - Erneuerbare-Energien-Gesetz setzt die deutsche Bundesregierung nun seit 10 Jahren auf grünen Strom. Seitdem hat sich die Stromerzeugung aus Biomasse mehr als verachtfacht. In 2009 wurden insgesamt 16,1% des deutschen Stromverbrauchs durch Erneuerbare Energien gedeckt, davon wurden 5,2% alleine aus Biomasse gewonnen. Der größte Anteil dieses grünen Stroms stammt aus fester Biomasse, nämlich Alt- und Restholz - womit wir wieder bei den alten Holzleitern wären - sowie dem Anteil Biomasse, der in Müllverbrennungsanlagen mitverbrannt wird.
Das Ziel des Bundes ist, in 2020 rund ein Drittel des Bruttostromverbrauchs aus erneuerbaren Energien zu speisen.
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