Von schlauen Waschmaschinen und der Energieeinspeisung per App - Studentische Ideen auf dem Veolia PraxisCamp

13 juni 2017
PI_Praxiscamp Energie 2017
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PraxisCamp2017


Zum Abschluss des studentischen Ideenwettbewerbs kamen die drei Teams mit den vielversprechendsten Ideen, zwei von der TU Braunschweig und ein Team der FH Aachen, beim Veolia PraxisCamp auf dem Berliner EUREF-Campus zusammen. Gemeinsam mit Paten von Veolia entwickelten sie ihre Ideen weiter und präsentierten sie vor einer hochrangigen Veolia-Jury.
 
Den Gewinn in Höhe von 2000 Euro sicherte sich das jüngste Team, bestehend aus zwei Bachelor-Studenten des Fachbereichs Elektrotechnik sowie zwei Bachelor-Studentinnen der Fachrichtung Wirtschaftsingenieur-wesen der TU Braunschweig. Ihre Idee: „Veodigitalia – eine App, mit der Endkunden die Energiewende im Blick behalten.“ Das innovative Siegerkonzept berücksichtigt die zukünftigen Herausforderungen für Energieversorger durch die Energiewende. Ihre Siegprämie gab das Team an StudING weiter, ein studentisches Ingenieurbüro, in dem sich die Braunschweiger Studierenden engagieren. Sie konnten nach der Abschlusspräsentation zusätzlich 300 Euro für jedes Teammitglied mit nach Hause nehmen. Die beiden weiteren Teams durften sich über eine Zweitplatzierung und 150 Euro pro Teammitglied freuen. Denn der dritte Platz entfiel – so knapp war die Jurywertung ausgefallen.
 
Die Idee hinter der Digitalisierungsidee wirkt verblüffend einfach: Ein Energieversorger wie Veolia bezieht zukünftig den so genannten Prosumenten, der gleichzeitig Produzent und Konsument von Energie ist, aktiv in die Netzgestaltung ein. Ein typischer Prosument betreibt etwa eine Photovoltaik-Anlage auf seinem Dach und einen Batteriespeicher im Keller. Er kann seinen selbsterzeugten Strom nutzen oder ihn in das Netz einspeisen. Diese Entscheidung soll ihm künftig mit Hilfe einer App erleichtert werden. Darin erfährt der Endkunde, wann Strom besonders günstig ist, und wird erinnert, wann es sich lohnt, den Strom teuer an den Netzbetreiber zu verkaufen. Die App wertet darüber hinaus alle Informationen aus und erstellt für jeden Nutzer einen personalisierten CO2-Fußabdruck. Damit erhoffen sich beide Marktparteien, die Energiewende weiter zu beflügeln.
 
Die Jury der Veolia-Gruppe, bestehend aus Julien Mounier, Vorstandsvorsitzender BS|ENERGY und Leiter des Geschäftsbereichs Energie, Katrin Bartsch, Geschäftsführerin der Stadtwerke Weißwasser, Dr. Christoph Zschocke, Geschäftsführer ÖKOTEC, Olaf Kipp, Leiter Geschäftsentwicklung Energie bei Veolia und Geschäftsführer ÖKOTEC sowie Boris Lesjean, Leiter Innovation von Veolia, waren beeindruckt von den innovativen Ideen der Studierenden.