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Water2Energy


Wie die Wasserwirtschaft zur Energiewende beitragen kann

Wasserversorgung und Abwasserentsorgung sind ein energieintensives Geschäft. Doch wo viel Energie eingesetzt wird, lässt sich durch Effizienz auch viel Energie sparen. Trink- und Abwasser lassen sich auch als umweltfreundliche, erneuerbare Energiequellen betrachten und nutzen.

Water2Energy


Wir haben unser betriebliches Wissen sowie aktuelle Forschungen und neue Technologien in der Wasser- und Abwasserwirtschaft zusammengetragen und daraus das innovative Programm „Water2Energy“ entwickelt. Es ist ein ganzheitlicher Ansatz und zielt auf drei Kernpunkte ab: Energie sparen, Energie aus Klärschlamm gewinnen und verstärkt erneuerbare Energien nutzen.


Kleine Maßnahmen - große Wirkung


Water2Energy hat in der Praxis gezeigt: Schon mit kleineren Maßnahmen kann man eine große Wirkung erzielen. Ob der Austausch von Pumpen oder anderen Komponenten, eine durchdachte Umgestaltung des Trinkwassernetzes oder die Umrüstung auf energieeffizientere und für den tatsächlichen Bedarf genau angepasste Anlagen - der Stromverbrauch kann merklich gesenkt werden. Da bis zu 80 Prozent der in der Wasserwirtschaft freigesetzten Treibhausgase aus der Energienutzung stammen, trägt Effizienz neben Kostenersparnissen zu einer klimafreundlichen und nachhaltigen Wasserwirtschaft bei.
Doch wir gehen noch weiter und produzieren Energie selbst. Durch Co-Vergärung, also der Zugabe von Abfällen und Reststoffen aus der Lebensmittelindustrie in den Faulprozess, erzeugen wir Biogas, das in einem BHKW auf dem Klärwerksgelände in Strom und Wärme umgewandelt wird. Damit decken wir nicht nur den eigenen Energiebedarf, sondern speisen den Überschuss sogar ins städtische Netz, wie etwa in Braunschweig.
 

 Heizen mit kühlem Trinkwasser


 „Auch ein Wasserwerk braucht Energie. Könnte man die nicht einfach aus dem dort geförderten Trinkwasser gewinnen?" Ja, das können wir: mit einer von unserem Tochterunternehmen OEWA international zum Patent angemeldeten Trinkwasserwärmepumpe, die bereits in sieben Wasserwerken zum Einsatz kommt. Diese Technologie nutzt - ohne jede Gefahr für die Wasserqualität - den Temperaturunterschied zwischen dem konstant acht Grad kühlen Trinkwasser und der Umgebung und gewinnt daraus Heizenergie. Diese Technik sorgt für einen rund 70 Prozent geringeren Energieverbrauch und CO2-Ausstoß.
 Damit nicht genug: Auch das Abwasser ist eine quasi unerschöpfliche Energiequelle, die sich nutzen lässt. Die Kanalisation in Deutschland transportiert elf Milliarden Kubikmeter Abwasser mit einer Durchschnittstemperatur von 15 Grad Celsius. Würde man diese Temperatur per Wärmerückgewinnung nur um 5 Grad reduzieren, ließe sich dadurch theoretisch genug Wärme gewinnen, um zwölf Prozent aller Gebäude damit zu beheizen - und den CO2-Ausstoß um elf Milliarden Tonnen zu reduzieren. Auch diese Technologie existiert, und wir können sie einsetzen. Die Abwasserwärmepumpe kann zum Beispiel öffentliche Gebäude klimatisieren und Schwimmbäder heizen.
 
Broschüre Water2Energy
PDF - 2.82 MB

 
Broschüre Powerstep
PDF - 1.11 MB

Energie sparen

Energie aus Klärschlamm gewinnen

Verstärkt erneuerbare Energien nutzen