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WER A* SAGT, MUSS AUCH EBS** SAGEN.

GEMEINSAM MIT DER LEAG PLANT VEOLIA DEN BAU DER ENERGIE- UND VERWERTUNGSANLAGE EVA JÄNSCHWALDE. DORT WOLLEN DIE PARTNER KÜNFTIG **ERSATZBRENNSTOFFE AUS AUFBEREITETEN *ABFÄLLEN THERMISCH VERWERTEN UND ENERGIE ERZEUGEN.

Modellzeichnung der geplanten Anlagen EVA Jänschwalde. (Stand 2020)

Verantwortungsbewusst die Kreislaufwirtschaft voranbringen – das ist ein wesentliches Ziel von Veolia. Der geplante Bau der EVA Jänschwalde ist deshalb ein weiterer Baustein, Abfallstoffe konsequent im Kreislauf zu halten und weiter zu nutzen. „Am Ende eines jeden aufwendigen Sortier- und Recyclingprozesses bleiben derzeit stofflich nicht verwertbare, nicht recyclingfähige Anteile übrig. Was passiert mit diesen Resten? Sie können in Form von aufbereiteten Ersatzbrennstoffen umweltgerecht und sinnvoll verwertet werden“, erläutert Vedad Delic, Leiter Mergers & Acquisitions bei Veolia Deutschland.

 

Geplant ist, in Jänschwalde aufbereitete Ersatzbrennstoffe, die aus den Resten von kommunalen und gewerblichen Siedlungsabfällen stammen, thermisch zu verwerten, so dass Strom, Wärme und Prozessdampf entstehen. „Der Ersatzbrennstoff für die EVA Jänschwalde wird aufwendig aufbereitet und von Schadstoffen befreit.

Er wird aus regionalen Veolia Sortieranlagen in einem Umkreis von ca. 200 km angeliefert“, so Vedad Delic. Mit der in der EVA erzeugten Fernwärme will das Unternehmen in direkter Umgebung Cottbus und Peitz beliefern, mit dem Prozessdampf soll die Industrie versorgt werden, der Strom wird ins öffentliche Netz eingespeist. Auf diese Weise planen Veolia und die LEAG die Versorgungssicherheit der Region sicher-zustellen und die Voraussetzung für die Ansiedlung von Industrie in der Lausitz zu schaffen. Derzeit erzeugt noch das Großkraftwerk Jänschwalde Strom und Wärme aus Braunkohle. Im Zuge des Kohleausstiegs wird das Kraftwerk aber 2028 vom Netz gehen. Veolia gestaltet also den tiefgreifenden Strukturwandel der Braunkohleregion mit.

 

Entsorgungssicherheit gewährleisten

Für die EVA ein wichtiger Faktor, nicht nur für die Energie-, sondern vor allem auch für die Entsorgungssicherheit. Denn auch wenn abfallwirtschaftliche Vorgaben zu mehr Recycling führen, wird der Bedarf an thermischer Abfallverwertung nicht sinken, im Gegenteil. Laut einer Studie von Prognos aus dem August 2020 würde es bis zum Jahr 2040 unter Berücksichtigung der derzeit geplanten Neuanlagen mindestens zu einer Vollauslastung aller Anlagen kommen. Wahrscheinlicher ist ein Szenario mit einer Unterdeckung der Kapazitäten. Denn es ist mit einem insgesamt steigenden Abfallaufkommen zu rechnen und andere Entsorgungswege – wie etwa die Mitverbrennung in Kohlekraftwerken – fallen künftig weg. Mit der EVA schafft Veolia nun eigene verlässliche Verwertungskapazitäten in einer Kernregion.

 

Für die Errichtung und den Betrieb der neuen Anlage haben Veolia und die LEAG im November 2020 die EVA Jänschwalde GmbH & Co KG gegründet. Derzeit wird das Genehmigungsverfahren für die Anlage geführt. Erfolgt die Genehmigung nach Plan, könnten Anfang 2022 die Bauarbeiten starten.

Input in Abfallbehandlungsanlagen 
(inklusive Importe, in Mio. t)

 

Oben:
160 t Sortierung/Aufbereitung, 6,6t Chemisch-physikalische Behandlung, 19,6t Biologische, mechanische und biologisch-mechanische Behandlung, 47,9t Thermische Behandlung, 57,3t Deponierung, 125,8t Verfüllung, Untertageversatz

Unten:
23,3t EBS-/MVA-Kraftwerk, 7,9t Mitverbrennung, 8,7t BioHKW, 1,4t Sonderabfallverbrennung, 2,1t Klärschlammmonoverbrennung, 1,6t Sonstige thermische Behandlung

Weitere Informationen zur Anlage und zum Projektstatus finden Sie hier: www.eva-lausitz.de 

IHR ANSPRECHPARTNER:

Vedad Delic
Leiter Mergers & Acquisitions

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