Verantwortung am Markt

Geschäftsmodelle mit Mehrwert


Geschäftsmodelle mit Mehrwert

Mit unserer Geschäftstätigkeit, die heute die Bereiche Wasser, Entsorgung und Energie umfasst, stellen wir unseren kommunalen ebenso wie unseren privaten Kunden überall auf der Welt Lösungen zur Verfügung, die den Zugang zu natürlichen Ressourcen verbessern, Ressourcen schützen und ihre effektive Nutzung und Wiederverwertung ermöglichen. Die Verbesserung unserer Umweltbilanz sowie derer unserer Kunden steht im Mittelpunkt unseres Geschäftsmodells.
Unternehmenszweck „Our Purpose“

 

Die Geschäftsmodelle von Veolia Deutschland werden so gestaltet, dass sie über die gesamte Wertschöpfungskette einen möglichst positiven Einfluss auf eine nachhaltige Entwicklung entfalten. Dabei reicht der betrachtete Wertschöpfungsprozess vom Einkauf über die Gestaltung der Produkte und Dienstleistungen sowie die Beziehungen zu Beschäftigten und Kunden bis zur Leistungserbringung. Durch die Verknüpfung der Kompetenzen aller drei Geschäftsbereiche behält Veolia den effizientesten Ressourceneinsatz im Blick.
 

 

Es ist Teil der Veolia-Strategie, die angebotenen Dienstleistungen kontinuierlich weiterzuentwickeln. Die neue Strategie „Impact 2023“ definiert sechs Innovationsfelder.

Ein Ergebnis ist die Definition von sechs Innovationsfeldern. Jede Landesgesellschaft ist dazu angehalten, ihre Innovationsaktivitäten an diesen Feldern auszurichten.

Gesundheit und neue Schadstoffe

Anpassung an den Klimawandel

Neue Materialkreisläufe

Ernährungssicherheit

Neue Energie-Dienstleistungen

Neue digitale Dienstleistungen

Wir komplettieren unser Portfolio für Industriekunden. Wir professionalisieren unsere Angebote mittels Datenauswertung und Portalen.

Die Digitalisierung unserer Dienstleistungen geht mit zusätzlichen Effizienzgewinnen einher, welche die Kunden von Veolia erwarten. Daher wurde zur Weiterentwicklung der Dienstleistungen lag der Fokus im Berichtszeitraum unter anderem auf der Digitalisierung der Angebote.
 


 

Innovationen entwickeln


Innovationen entwickeln
 

Ein wesentlicher Impuls für Innovationen bei Produkten und Dienstleistungen ging außerdem von der 2018 verabschiedeten Digital Roadmap aus. Auf der Basis dieses von der Muttergesellschaft Veolia Environnement initiierten strategischen Programms hat Veolia Deutschland seine nationale Digital Roadmap entwickelt. Sie zielt darauf ab, bis Anfang 2020 für alle Beschäftigten eine gleich effiziente Arbeitsumgebung zu schaffen, für unsere Kunden führende Portallösungen zu entwickeln, unseren Betrieb durch Instrumente wie Sensorik und Plattformen umfassend zu industrialisieren sowie mit neuen Tools weitere Märkte zu erschließen.

Das aktuelle Innovationsprogramm von Veolia in Deutschland unter dem Motto „Innovation is business. Business is innovation“ umfasst operative Innovationsprojekte, das Start-up-Programm U-START sowie ein Programm zur Stärkung der Innovationskompetenzen der Beschäftigten. Zu den operativen Innovationsprojekten gehörten 2018/2019 insgesamt 15 Projekte, die teilweise gemeinsam mit Partnern innerhalb und außerhalb von Veolia durchgeführt sowie durch EU-Fördermittel unterstützt wurden.

Im Interesse integrierter Ressourcenlösungen entwickeln wir umsatzorientierte Kooperationen mit zehn Startups.

Im Rahmen des Programms U-START organisierte Veolia 2018/2019 insgesamt vier Aufrufe zur Kooperation mit Unternehmensgründern - einen zum Thema Energieeffizienz gemeinsam mit dem Partner EIT InnoEnergy, zwei zum Thema Kreislaufwirtschaft in Partnerschaft mit EIT RawMaterials sowie einen in Kooperation mit der Thüga unter dem Motto "Stadtwerke reloaded" (Oktober 2019-März 2020). Im Zuge dieser Ausschreibungen wurden acht Kooperationen mit Startups initiiert.

 



 

Geschäftsbereich Entsorgung

 

Geschäftsbereich Entsorgung

 

Die Wertschöpfungskette im Geschäftsbereich Entsorgung umfasst die Erfassung aller in Kommunen sowie in Gewerbe- und Industrieunternehmen anfallenden Abfallarten, die weitgehende stoffliche Sortierung und Aufbereitung der Abfälle unter Rückgewinnung und Vermarktung von Biogas, Kompost und diversen Recyclingrohstoffen sowie die Herstellung von Ersatzbrennstoffen als alternative Energieträger.
 

Veolia bietet spezialisierte Branchenlösungen an und übernimmt umfassende technische und infrastrukturelle Dienstleistungen. Die Verknüpfung des Entsorgungsmanagements mit konsequenter Rückgewinnung von Ressourcen ist ein zentraler Baustein für das Veolia-Selbstverständnis als Innovationstreiber einer zukunftsfähigen Kreislaufwirtschaft. Veolia sammelt, sortiert und behandelt Abfall aus Haushalten, Handel und Industrie und führt immer größere Anteile von Wertstoffen in neue Verbrauchs- oder Produktionszyklen zurück. Außerdem gewinnt Veolia Energie aus organischen Abfällen und Biomasse, die so zu einer Ressource für industrielle Prozesse oder städtische Energienetze werden.


 

 

Wastebox.biz

Wastebox.biz ist eine App, mit der (Bau-)Unternehmen ganz einfach, schnell und transparent die Entsorgung ihrer Baustellenabfälle mit dem Smartphone organisieren können.

In nur wenigen Minuten bestellen sie die richtige Mulde für ihre Abfälle und die Aufträge werden direkt an verfügbare und logistisch günstig positionierte Fahrer gemeldet. Somit sorgt wastebox.biz innerhalb weniger Minuten für die Vermittlung einer zuverlässigen Entsorgung. Die Wastebox Deutschland GmbH, ein Zusammenschluss aus Veolia und der Pink Robin GmbH, einem Tochterunternehmen von Saubermacher, ist seit 2018 auf dem deutschen Markt präsent. Die Plattform wastebox.biz existiert bereits seit 2016 in Österreich und entwickelt seitdem kontinuierlich ein Netzwerk von Entsorgungspartnern. Innerhalb weniger Monate verfügte sie über die größte Flotte an Entsorgungsfahrzeugen, ohne einen eigenen Lkw zu besitzen. 2018 gewann wastebox.biz den Österreichischen Logistikpreis des Vereins Netzwerk Logistik (VNL). Durch die Integration der Wastebox Deutschland GmbH erweitert die Veolia Gruppe ihre Kompetenzen im Entsorgungsgeschäft und vergrößert die Bandbreite an Dienstleistungen, die zunehmend auf ein digitales Abfallmanagement ausgerichtet ist. Neben der App steht ein zusätzliches Webportal zur Verfügung, über welches Bestellungen, Baustellendetails, Entsorgungskosten und Lieferscheine in Echtzeit bereitgestellt werden können. Das ermöglicht hohe Effizienz durch automatisierte Prozesse, starke Auslastung zu fairen Konditionen sowie schnellen und zuverlässigen Service mit hoher Flexibilität. Künftig soll die Onlineplattform zur führenden Lösung für die Baustellenentsorgung entwickelt werden und so zur Schaffung der digitalen Baustelle beitragen. Durch das Partnermodell profitieren die teilnehmenden lokalen und regionalen Entsorgungsbetriebe von einem größeren Auftragsvolumen und einer höheren Auslastung. Darüber hinaus wird die Logistik optimiert, das Verkehrsaufkommen reduziert und somit der CO2-Ausstoß verringert.

→ wastebox.biz weiter im Wachstum: Digitale Lösung auf der bauma vom 8. bis 14. April 2019

→ Pressemitteilung 11. September 2019

Wacker Chemie AG in Burghausen

Im Rahmen einer Ausschreibung setzte sich Veolia mit einem innovativen Konzept durch und übernahm 2019 die Entsorgung der gewerblichen Abfälle der Wacker Chemie AG in Burghausen.

95 % der insgesamt 500 auf dem Gelände stehenden Container sind mit Ultraschallsensoren ausgestattet, die permanent den Füllstand der Behälter messen. Eine Onlineplattform überwacht alle Füllstände der Behälter und generiert auf Basis der erfassten Daten die täglichen Fahrten für die Leerung. Über das Veolia-Kundenportal hat die Wacker Chemie AG rund um die Uhr Einsicht in alle Dokumente und Nachweise und kann somit ihr Abfallmanagement leicht steuern, nachverfolgen und dokumentieren. So wird ein flexibler und zuverlässiger Service gewährleistet, der durch die Reduzierung der Fahrten gleichzeitig die Umwelt schont. Der Vertrag hat eine Laufzeit von drei Jahren.

Geschäftsbereich Wasser

 

Geschäftsbereich Wasser

Im Geschäftsbereich Wasser bietet Veolia Dienstleistungen rund um die Gewinnung und Verteilung von Trinkwasser, die Ableitung und Reinigung des Abwassers und seine Rückführung in Nutzungskreisläufe oder die Natur an.

Über alle Etappen des Wasserzyklus, von der Entnahme bis zur Rückführung in die Umwelt, wird die Wasserqualität überprüft und entsprechend eingehalten. Veolia verfügt über einzigartiges Know-how im Hinblick auf alle Etappen des Wasserkreislaufs für private Haushalte und die Industrie. Dabei engagiert sich Veolia für die Erschließung alternativer Ressourcen und gegen Wasserverschwendung.
 

Bei der Weiterentwicklung des Geschäftsfelds wurde der Fokus auf die wirksame Rückgewinnung von Phosphor aus Abwasser sowie auf Lösungen zur effizienten Klärschlammtrocknung gelegt (siehe → PhosForce). Insbesondere im Bereich der Verwertung von Klärschlamm aus Kommunen konnte der Geschäftsbereich Wasser im Berichtszeitraum neue Partnerschaften schließen.
 

Den gesellschaftlichen Mehrwert der Veolia-Dienstleistungen belegen die Referenzen in den Bereichen effizienter Anlagenbetrieb, energetische Anlagenoptimierungen, zukunftsfähige Klärschlammverwertung, nachhaltige Kanalbewirtschaftung, innovatives Zählermanagement oder effizienter Schwimmbadbetrieb.


 

 

PhosForce

Im Rahmen des europäischen Projekts PhosForce entwickelt Veolia ein effizientes Verfahren zum Phosphorrecycling in Kläranlagen.

Es wird durch den EU-Partner EIT RawMaterials gefördert und setzt bei der Weiterentwicklung der bewährten Struvia-Technologie von Veolia an. Das Verfahren kann das im Abwasser enthaltene Phosphor in der Kläranlage zurückgewinnen, die Anforderungen der neuen Klärschlammverordnung erfüllen und dabei lokal und umweltfreundlich die Ressourcen schonen. Es ist eine Kombination verschiedener Bausteine, die bereits existieren, jedoch im Zusammenspiel großtechnisch zu optimieren sind. Die Rückgewinnung von Phosphor als lebensnotwendigem Stoff, der circa drei bis fünf % der Trockenmasse des Klärschlammes ausmacht, ist eine bedeutende Herausforderung für die Wasserwirtschaft. Wird der Rohstoff aus dem Klärschlamm gewonnen, liegt die vorgeschriebene Rückgewinnungsquote bei 50 %. Die Phosphorkonzentration im getrockneten Klärschlamm darf 20 Gramm je Kilogramm Schlamm nicht überschreiten. So will der Gesetzgeber verhindern, dass Phosphor als Ressource verloren geht. Veolia möchte die PhosForce-Pilotanlage in Schönebeck derart optimieren, dass man Kommunen auf dieser Basis eine lokale, marktgerechte, gesetzeskonforme und umwelteffiziente Lösung anbieten kann.

Klärschwammverwertung in Braunschweig

Nach einem europaweiten Ausschreibungsverfahren hat der Abwasserverband Braunschweig (AVB) die Veolia-Tochter TVF Waste Solutions GmbH und Energy from Waste (EEW) mit der Entsorgung seiner Klärschlämme beauftragt.

Nach einem europaweiten Ausschreibungsverfahren hat der Abwasserverband Braunschweig (AVB) die Veolia-Tochter TVF Waste Solutions GmbH und Energy from Waste (EEW) mit der Entsorgung seiner Klärschlämme beauftragt. Von 2021 bis 2030 werden TVF und EEW jährlich bis zu 16.000 Tonnen Klärschlamm aus Braunschweig entsorgen und in der zukünftigen Monoverbrennungsanlage von EEW in Helmstedt verwerten. „Der langfristige Vertrag sichert die umweltfreundliche und zugleich wirtschaftliche Verwertung des Braunschweiger Klärschlamms in der Region“, sagt Veolia- und TVF-Geschäftsführer Laurent Hequet.

Pressemitteilung vom 11. Oktober 2019

Geschäftsbereich Energie

 

Geschäftsbereich Energie

Als Experte auf dem Gebiet der Energie- und Effizienzdienstleistungen begleitet Veolia das wirtschaftliche Wachstum seiner kommunalen und industriellen Kunden bei gleichzeitiger Reduzierung ihres ökologischen Fußabdrucks.
 

Energieeffizienz, Konzeption und Betrieb von Wärme- und Kältenetzen sowie die Erzeugung grüner Energie gehören zu unserem Know-how.
 

Im Berichtszeitraum 2018/2019 wurden eine Reihe von Projekten zur weiteren Qualifizierung unserer Lösungen zum Energieeffizienz-Management durchgeführt, in die die Veolia-Tochtergesellschaft ÖKOTEC involviert war. Dazu gehörten unter anderem co2realtime, EnEffReg®, WindNODE, MUB-Projekt EnPI Connect in der Praxis und Phi-Factory.
 

Sein umfassendes Know-how zur Entwicklung energieeffizienter Lösungen bringt Veolia gemeinsam mit seinen Tochtergesellschaften bei der Umsetzung innovativer Projekte ein.

Wir eröffnen neue Märkte durch Hubgrade-Produkte.

 


 

EnEffReg®

Das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) geförderte Projekt EnEffReg® hat das Ziel, Anlagen automatisch nach Energieeffizienzkriterien über ein intelligentes Steuerungssystem zu regeln.

Das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) geförderte Projekt EnEffReg® hat das Ziel, Anlagen automatisch nach EBMUB-Projekt EnPI Connectnergieeffizienzkriterien über ein intelligentes Steuerungssystem zu regeln – auf Basis der Kennzahlmethodik von ÖKOTEC, statistischer Methoden und künstlicher Intelligenz. Anwendungspartner sind Bayer, Daimler und ThyssenKrupp.

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Energie Effizienz Quartier „Heinrich der Löwe“

Veolia Deutschland und BS|ENERGY sind für das Energie Effizienz Quartier (EEQ) „Heinrich der Löwe“ mit dem „Global District Energy Climate Award“ in der Kategorie „New Scheme“ ausgezeichnet worden.

Veolia Deutschland und BS|ENERGY sind für das Energie Effizienz Quartier (EEQ) „Heinrich der Löwe“ mit dem „Global District Energy Climate Award“ in der Kategorie „New Scheme“ ausgezeichnet worden. „Das Projekt ist ein gutes Beispiel für die Nutzung von überschüssiger Wärme (aus Rechenzentren) und dafür, was sich auch andernorts durch solche Netze erreichen lässt“, erklärte Dr. Robin Wiltshire, Vorsitzender der diesjährigen Awards, bei der Preisverleihung in Reykjavík (Island). Das EEQ auf dem Gelände der ehemaligen Heinrich-der-Löwe-Kaserne im Südosten Braunschweigs wird die Abwärme eines Rechenzentrums nutzen, um 600 Wohneinheiten mit Wärme zu versorgen. „Abwärme besitzt das Potenzial, die CO2-Emissionen in Großstädten maßgeblich zu senken und so zum Schutz des Klimas beizutragen. Mit dem EEQ ‚Heinrich der Löwe‘ beschreiten wir neue Wege, um dieses Potenzial nachhaltig nutzbar zu machen“, so Julien Mounier, Vorstandsvorsitzender BS|ENERGY und Geschäftsführer des Bereichs Energie bei Veolia Deutschland.

Pressmitteilung vom 25. Oktober 2019