Betriebliches Umweltmanagement an den Standorten


Betriebliches Energie- und Umweltmanagement

Durch die Einführung und Weiterentwicklung von zertifizierten Umwelt- und Energiemanagementsystemen sorgen die Unternehmen der Veolia-Gruppe in Deutschland dafür, dass die von ihnen betriebenen Anlagen stets hohe ökologische Standards erfüllen und kontinuierlich optimiert werden.
 

Zu den wesentlichen Umweltaspekten, die für alle Veolia-Standorte gleichermaßen relevant sind, gehören

Senkung des Energieverbrauchs

Steigerung des
Anteils erneuerbarer/
alternativer Energien
am Eigenverbrauch

Management des Fuhrparks

Bewahrung der
biologischen Vielfalt


Veolia verfügt über ein global einheitliches internes Umweltmanagementsystem, welches alle Standorte in Deutschland einbindet. Es gewährleistet die Nachverfolgung der weltweiten strategischen Veolia-Umweltziele über ein weltweit gültiges Indikatorenset.
 

Aufgrund der unterschiedlichen operativen Rahmenbedingungen und Anforderungen werden darüber hinaus zertifizierte Managementsysteme von den einzelnen Unternehmen und Gesellschaften eigenständig eingeführt und weiterentwickelt.
 

2019 waren rund 54 Prozent des Umsatzes von Veolia in Deutschland durch zertifizierte Umweltmanagementsysteme nach DIN EN ISO 14001 und etwa 90 Prozent durch Energiemanagementsysteme nach DIN EN ISO 50001 abgedeckt.


 

Klimaschutz an den Standorten

 

Klimaschutz an den Standorten

Klimaschutz ist für das Management von Veolia-Standorten ein wesentlicher Aspekt, welcher unter anderem in Form von Audits und Zertifizierung nach DIN EN 50001 sowie daraus abgeleiteten Maßnahmen berücksichtigt wird.
 

Die Bandbreite konkreter lokaler Verbesserungen reicht von der Abwärmenutzung über Gebäudeisolierung, Anpassung der Leuchtmittel und Verringerung des Kraftstoffverbrauchs bis zur Optimierung des Stromeinkaufs.
 

Die umfassendste Klimaschutzmaßnahme für Veolia-Standorte im Berichtszeitraum bestand in dem Beschluss der Geschäftsführung von Veolia Deutschland, den Stromliefervertrag mit BS|Energy, welcher etwa die Hälfte des gesamten Strombedarfs der Gruppe deckt, von 2020 bis 2022 schrittweise auf Grünstrom umzustellen.
 

Der Energieverbrauch innerhalb der Organisation stieg im Berichtszeitraum leicht an und betrug 2019 etwa 2,79 Millionen Megawattstunden. Dabei hatten 2019 erneuerbare Energien einen gleichbleibenden Anteil von rund 7,3 Prozent am Gesamtverbrauch. In den einzelnen Geschäftsbereichen wird neben dem absoluten Energieverbrauch die Effizienz mittels spezifischer Indikatoren nachverfolgt, zum Beispiel: 

  • Anteil Biogasverwertung aus Klärschlamm-Vergärung: 100 Prozent
  • Effizienzrate der Wärmenetze: 88 Prozent
  • Effizienzrate der Trinkwassernetze: 88 Prozent
     

Die direkten Treibhausgas-Emissionen von Veolia Deutschland beliefen sich 2019 auf 608.200 Tonnen CO2-Äquivalente. Die indirekten Emissionen betrugen 2019 55.000 Tonnen CO2-Äquivalente.


 

 

Fuhrpark und Dienstreisen

 

Fuhrpark und Dienstreisen

Veolia Deutschland verfügt über einen Fuhrpark von insgesamt rund 3000 Fahrzeugen. Die Auswahl der zu Dienstleistungszwecken eingesetzten Fahrzeuge hängt zu einem großen Teil von den Bedingungen ab, welche im Rahmen der Ausschreibungen seitens der Auftraggeber vorgegeben sind.
 

Darüber hinaus sieht sich das Unternehmen selbst in der Verantwortung. Etwa 50% der gesamten Flotte - das sind rund 1000 Personenkraftwagen sowie 500 Liefer- und Lastkraftwagen für den operativen Einsatz - entsprachen 2019 der Abgasnorm Euro 6. Dank umfassender Schulungsprogramme für Fahrer, des flächendeckenden Einsatzes von Routenoptimierungs-Programmen sowie der Fahroptimierungssoftware EcoDrive insbesondere für Entsorgungsfahrzeuge konnte der Kraftstoffverbrauch gesenkt werden. So bewirkte der Einsatz von EcoDrive für Entsorgungsfahrzeuge eine Verringerung des Kraftstoffverbrauchs um durchschnittlich fünf bis zehn Prozent mit einem entsprechend positiven Einfluss auf die Treibhausgas-Emissionen.
 

In einzelnen Gesellschaften von Veolia Deutschland hat das Thema Fuhrparkoptimierung einen herausgehobenen Stellenwert. So setzt BS|Energy in Braunschweig bereits seit 2014 auf den schrittweisen Aufbau einer ökologischen Flotte und beteiligt sich an spezifischen Forschungsprojekten zur Elektromobilität. Dabei wird auch hier die Wirkung mittels spezifischer Indikatoren nachverfolgt, zum Beispiel bemessen sich die Treibhausgasemissionen durch die Abfallsammlung im Jahr 2019 auf 1,23 Kilogramm CO2e pro Kilometer)

Modernisierung des Fuhrparks BS|Energy

2019 modernisierte BS|Energy, größte Stadtwerkebeteiligung von Veolia Deutschland, einen Großteil seines Fuhrparks und erhöhte beim Austausch von Fahrzeugen den Anteil derjenigen mit alternativen und damit umweltfreundlichen Antrieben auf gut über die Hälfte. Von insgesamt 173 Leasingfahrzeugen verfügen somit 98 über einen alternativen Antrieb: 20 sind rein elektrisch unterwegs, 40 haben einen Hybridantrieb und weitere 38 fahren mit Erdgas. Der Anteil der umweltfreundlich angetriebenen Fahrzeuge stieg bis Ende 2019 damit auf fast 57 Prozent. Das Unternehmen ist außerdem Betreiber der öffentlichen Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge in Braunschweig und hat E-Mobilität als strategisches Geschäftsfeld integriert.

Ladeinfrastruktur 2.0

Das Projekt „Ladeinfrastruktur 2.0“, koordiniert vom Fraunhofer Institut für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik (IEE), untersucht, wie der Ausbau von E-Mobilität auf gesamtwirtschaftlich möglichst effiziente Weise vorangetrieben werden kann. Beteiligt sind Forschungsinstitute, Netzbetreiber, Energieversorger, Autohersteller sowie deren Zulieferer. Ziel ist es, Instrumente zu entwickeln, mit denen Netzbetreiber den Netzausbau flexibel an die Entwicklung der E-Mobilität anpassen können. Die neuen Instrumente werden zum Abschluss des Projekts, das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) über eine Laufzeit von vier Jahren gefördert wird, unter anderem in Braunschweig erprobt. Ferner wollen die Projektpartner Empfehlungen für Normen aussprechen – etwa zu den Netzanschlussbedingungen bei der Kommunikation zwischen Fahrzeug und Netz oder Ladestation sowie der Einbindung von Elektrofahrzeugen in ein Smart-Home-System.

Mehr als 2,3 Millionen Kilometer legten Beschäftigte von Veolia Deutschland 2018 per Flugzeug zurück – darunter mehr als 1000 Kurzstreckenflüge – und verursachten damit die Emission von knapp 500 Tonnen Kohlendioxid. Diese Emissionen wurden 2019 über ClimatePartner kompensiert. Veolia Deutschland beabsichtigt, diese Kompensation auch in den kommenden Jahren zu vollziehen. Zugleich sollen durch die Vereinheitlichung der Dienstreise-Richtlinien der Geschäftsbereiche künftig übergreifend hohe Standards für klimafreundliches Reisen, etwa durch das Vermeiden von Inlandsflügen, in der Unternehmensgruppe gelten.
 



 

Biologische Vielfalt an den Standorten schützen


Biologische Vielfalt an den Standorten schützen
 

Die Anlagen, welche Veolia für die operativen Tätigkeiten nutzt, benötigen Flächen – sei es für das Management von Wasserkreisläufen, von Energiesystemen oder die Gewinnung von Recyclingrohstoffen. Zudem nutzt das Unternehmen natürliche Behandlungsmethoden beispielsweise bei der biologischen Abwasserreinigung. Vor diesem Hintergrund übernimmt Veolia Verantwortung für den Erhalt und die Wiederherstellung von Biodiversität auf den genutzten Flächen.

Wir verbessern Biodiversität an allen relevanten Standorten und initiieren eine neue Kooperation für Biodiversität.

Weltweit verfolgt Veolia dafür einen einheitlichen, systematischen Ansatz. Über das Umweltreporting werden relevante Standorte identifiziert, die sich durch die Nähe zu Schutzgebieten, einen gewissen Anteil unversiegelter Fläche und das Vorkommen geschützter Arten auszeichnen. Diese werden gemeinsam mit einem Experten analysiert, Maßnahmen zur Verbesserung der Biodiversität werden abgeleitet und umgesetzt. Das weltweite Veolia-Ziel, an allen relevanten Standorten ein Audit durchzuführen und Aktionspläne umzusetzen, hat Veolia Deutschland bereits 2018 erfüllt. Um den Umweltschutz vor Ort weiter zu verbessern, kooperieren neun Standorte innerhalb der Veolia-Gruppe mit lokalen Umweltorganisationen.