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Rückgewinnung von Energie und Phosphor: Veolia macht Kläranlagen zu Gewinnern.

15 mai 2018
KA Westewitz
Vor dem gesetzlichen Hintergrund der Klärschlammverordnung hat Veolia mit PhosForce eine Lösung entwickelt, die Phosphor direkt auf der Kläranlage extrahiert. Bis zu 70 Prozent Phosphor in Form von Struvit und Brushit  können direkt aus dem Abwasserstrom der Kläranlage zurückgewonnen werden. „Damit erfüllen die Kommunen nicht nur gesetzliche Vorgaben. Sie optimieren auch die Prozesse auf der Kläranlage und senken ihre Betriebskosten“, sagt Laurent Hequet, Geschäftsführer der Veolia Deutschland GmbH und verantwortlich für den Geschäftsbereich Wasser. Er ergänzt: „Kläranlagenbetreiber können dank PhosForce verschiedene Wege der Klärschlammverwertung gehen, von der Monoverbrennung bis hin zur meist günstigeren Mitverbrennung des Klärschlamms.“
 
Als weitere Lösung, die insbesondere für kleine und mittelgroße Kläranlagen interessant ist, stellt Veolia DIGIKA zum smarten, digitalen Kläranlagenbetrieb vor. DIGIKA vernetzt Daten miteinander und wertet sie in Echtzeit automatisch aus. „Dies geht über das normale Störmeldesystem jetziger Prozessleitsysteme hinaus“, erklärt Laurent Hequet. Damit sind Fehler auf einer Anlage und ihre Ursachen frühzeitiger ersichtlich und es wird gezielt aufgezeigt, wie diese behoben sowie welche Prozessoptimierungen vorgenommen werden können. „Das spart Ressourcen und macht es gleichzeitig möglich, alltägliche Arbeitsabläufe, den Bereitschaftsdienst und das Reporting an Behörden effizienter zu gestalten sowie Wartungen und Reparaturen vorausschauend zu planen“, erläutert Hequet.

Die parallel zur IFAT im Internationalen Congress Center München am 16. und 17. Mai stattfindende europäische Powerstep-Konferenz zeigt, wie Kommunen bei der Abwasserbehandlung künftig viel Energie einsparen können und wie sich die Energie des Abwassers auf Kläranlagen effektiv nutzen lässt. Vorgestellt werden unter anderem die Ergebnisse der sechs Demonstrationsversuche in vier europäischen Ländern, die in den letzten Monaten mit finanzieller Unterstützung der Europäischen Union erfolgten. Zwei der Pilotversuche hat Veolia als Anlagenbetreiber auf der Kläranlage des Abwasserzweckverbandes Döbeln-Jahnatal im sächsischen Westewitz und im Klärwerk Braunschweig begleitet.