Uns ist der Schutz der Meere wichtig

Plastikmüll, Klimawandel, Bedrohung der Artenvielfalt – die Meere geraten zunehmend unter Druck. Mit verschiedenen Projekten versucht Veolia deshalb, das empfindliche marine Gleichgewicht ein klein wenig zu entlasten.

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Auf der diesjährigen Segelshow Kieler Woche war der Meeresschutz zentrales Thema auf dem Veolia-Stand. Gemeinsam mit unserem Partner NABU haben wir aufgezeigt, wie sehr die Ozeane der Welt unter Verschmutzung leiden. Von den zehn Millionen Tonnen Müll, die jährlich in die Meere gespült werden, bestehen etwa dreiviertel aus Kunststoff. Mit verheerenden ökologischen Auswirkungen: Der von Strömungen gebildete Kunststoffstrudel im Nordpazifik hat inzwischen die Größe Mitteleuropas erreicht. Meerestiere verfangen sich in Plastikteilen oder nehmen diese Teile anstatt Nahrung auf und verenden kläglich. Das nahezu unvergängliche Plastik zerfällt und sinkt auf den Meeresboden. Inhaltsstoffe wie Bisphenol A, Phtalate oder Flammschutzmittel gelangen in die Nahrungskette und können das Erbgut mariner Tiere verändern. Der meiste Plastikmüll kommt vom Land, aber auch Schifffahrt, Fischerei und Offshore-Industrie verursachen Einträge.  Im Rahmen seines Projektes  „Meere ohne Plastik“ hat der NABU der Vermüllung der Ozeane den Kampf angesagt. Mehr Informationen unter www.meere-ohne-plastik.de

 
 
Siegerfoto Buhl
Philipp Buhl

Laser-Segler, 1. Platz Kieler Woche 2014
 

"Verschmutzte Meere dürfen wir den nachfolgenden Generationen nicht zumuten"

Als symbolische Geste hat auch Veolia unterstützt vom NABU zu Beginn der Kieler Woche eine Strandreinigung vor Ort organisiert. Während der Wettkämpfe baute die Trash-Künstlerin Sandra Wiesthal ein schwimmfähiges Boot aus Abfällen, das seine Jungfernfahrt öffentlichkeitswirksam in der Kieler Bucht mit Philipp Buhl, Gewinner der Laserklasse, absolvierte. Das Ziel der Veolia-Aktionen: Auf das Problem Plastikverschmutzung aufmerksam zu machen, denn jeder von uns kann dazu beitragen, die Meere sauberer zu halten. Verantwortungsvolles Konsum- und Wegwerfverhalten kann helfen, das Überleben der vielfältigen Meereswelt zu sichern.
 
 
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Nicht nur in Deutschland engagiert sich Veolia für den Meeresschutz. Die internationale Veolia Stiftung unterstützt seit vielen Jahren das Segel-Forschungsschiff Tara.  Nach einer vierjährigen Forschungsreise rund um die Welt mit dem Ziel, die Auswirkungen des Klimawandels zu erforschen, ist der Schoner Anfang Juni ins Mittelmeer aufgebrochen. Auf einer elfmonatigen Forschungsreise wollen die mitfahrenden Wissenschaftler vor allem die konkreten ökologischen Folgen der Plastikverschmutzung erforschen und gleichzeitig Bewusstseinsarbeit für das Thema leisten. Denn das Mittelmeer ist stark gefährdet: Über 450 Millionen Menschen leben entlang der Küsten in 22 Ländern und verschmutzen es unter anderem durch Plastik, , das als Mikropartikel über die Nahrungskette wieder zurück zu uns Menschen gelangen kann. Um die Ressourcen zu schützen, müssen aus Sicht der Wissenschaftler alle Anrainerstaaten zusammenarbeiten, ihren Fokus auf Abwasserbehandlung und Abfallmanagement richten und neben der Förderung eines nachhaltigen Tourismus auch Schutzzonen einrichten. Mehr Informationen dazu unter http://oceans.taraexpeditions.org.


 
Meere_Ballast
 Ein ganz besonderes Umweltproblem entsteht durch die internationale Handelsschifffahrt, die in den vergangenen Jahrzehnten stark zugenommen hat. Über Ballastwassertanks, die für den richtigen Tiefgang sorgen, werden Mikroorganismen, marine Larven und Kleinstlebewesen aufgenommen. Jährlich zwölf Milliarden Tonnen Ballastwasser werden am Zielort wieder ins Wasser gepumpt – mitsamt unerwünschter blinder Passagiere. Die eingeschleppten Tiere und Pflanzen können in ihrer neuen Heimat große ökologische und ökonomische Schäden anrichten, wenn sie auf keine natürlichen Feinde stoßen und natürlich vorkommende Arten verdrängen. Das Gleichgewicht der lokalen Ökosysteme wird durch so empfindlich gestört. Giftige Algen, Bakterien oder die Erreger von Krankheiten wie Cholera können sogar ganz unmittelbar zur Gefahr für die menschliche Gesundheit werden. Nicht zuletzt können fremde Organismen auch die Grundlagen der Fischerei beeinträchtigen, verstopfen Kühlwasserleitungen oder zerstören Holzbauwerke. Der Schiffsbohrwurm oder die chinesische Wollhandkrabbe etwa haben in nur einer Dekade Schäden in dreistelliger Millionenhöhe angerichtet. Nach dem Willen der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation IMO werden Schiffe nun schrittweise mit einer geeigneten Wasserbehandlungsanlage ausgerüstet. Die Bremer RWO, ein Wasseraufbereitungsspezialist der Veolia-Gruppe, sorgt mit speziellen Filter- und Desinfektionssystemen dafür, dass große Mengen von Ballastwasser in kurzer Zeit gereinigt werden können und ohne blinde Passagiere auf große Fahrt gehen. Mehr unter www.rwo.de