Unsere Philosophie - Schonende Schädlingsbekämpfung

Die Verordnung (EU) No. 528/2012 des Europäischen Parlaments und des Rates über die Bereitstellung und Verwendung von Biozid-Produkten, kurz Biozid-Verordnung, wurde im Mai 2012 verabschiedet. Nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der EU (Nr. L 167) trat die Verordnung am17.07.2012 in Kraft. Seit dem 01.09.2013 ist die neue Verordnung rechtskräftig und löst damit die zuvor geltende Biozid-Richtlinie (RL98/8/EG) ab.

Schädlingsbekämpfung: Ein Auszug aus der neuen Biozid-Verordnung RMM
 

Schädlingsbekämpfung: Biozid-Verordnung RMM
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Risikominderungsmaßnahmen, veröffentlicht vom Umweltbundesamt
Die Version 1.3 wurde am 30.07.2014 von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) zu allen bisher in Deutschland zugelassenen Rodentiziden erlassen. Die neuen Risiko-Minderungs-Maßnahmen (RMM), sowie die Änderungsbescheide wurden den Zulassungsinhabern zugestellt. Eine der wichtigsten Änderungen ist das Verbot, toxische Köder als Permanent-Köder zur Vorbeugung / Prophylaxe gegen Nagerbefall (Mäuse und Ratten) oder zum Monitoring von Nager Aktivitäten einzusetzen.  

 

Das bedeutet für die Schädlingsbekämpfung:

  • Bei Befall = Toxische Köder
  • Ohne Befall = Nontox Köder – eine befallsunabhängige Dauerbeköderung ist nicht zulässig.
Das bedingt Bekämpfungs- und Kontrollintervalle von 5-7 Tagen. Dieses beinhaltet je nach Befallsituation auch einen Wechsel von toxischen Ködern auf Nontox-Köder und umgekehrt.

  
FAQ Nagetierbekämpfung mit Antikoagulanzien
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veröffentlicht vom Umweltbundesamt

Wir versuchen den Einsatz von Gefahrstoffen für die Schädlingsbekämpfung zu minimieren und sie nur dort einzusetzen, wo es notwendig ist.



Ausnahmeregelung / Ausnahmen für die Schädlingsbekämpfung

Eine befallsunabhängige Dauerbeköderung ausschließlich durch sachkundige Verwender (Kammerjäger) ist in Ausnahmefällen zulässig, wenn im Rahmen einer objektbezogenen Gefahrenanalyse eine erhöhte Befallsgefahr mit Nagetieren (Mäuse und Ratten) durch den sachkundigen Verwender (Kammerjäger) festgestellt wird, die eine besondere Gefahr für die Gesundheit oder Sicherheit des Menschen darstellt. 

Branchenunabhängig gilt in Objekten, wo Kabelverbiss zu Kurzschlüssen oder Brandgefahr führen kann, die Sicherheit des Menschen (Mitarbeiter, Bewohner) als gefährdet. Der Verhältnisgrundsatz bei der beutreilung der Gefahr umfasst unter anderem auch die Berücksichtigung wirtschaftlicher Aspekte (nicht verhältnismäßige Maßnahmen, beispielsweise organisatorische oder bauliche Maßnahmen).

Unter Beachtung der vorgenannten Ausnahmeregelung liegt es im Ermessen des  sachkundigen Verwenders (Kammerjäger), das Intervall seiner Betreuung im Zeitraum von 1 – 4 Wochen zu definieren (zwischen 12x und 52x pro Jahr). Wenn bei Befall eine zusätzliche, akute Maßnahme für die Schädlingsbekämpfung erforderlich ist, sind wöchentliche Anpassungen durch einen Kammerjäger notwendig.
 

Ihr Kammerjäger unterstützt und berät Sie kompetent und nachhaltig zur Schädlingsbekämpfung, als auch zu allen rechtlichen Themen gerne in einem persönlichen Gespräch.