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Bottle-to-bottle-Recycling


In Rostock recycelt Veolia PET-Flaschen, um natürliche Ressourcen zu schonen

In neuen PET-Flaschen stecken bereits heute 30 bis 50 Prozent Recyclingrohstoffe aus gebrauchten Einwegflaschen. Ziel ist es, die Lebensdauer des Materials durch Wiederverwendung zu verlängern und dabei natürliche Ressourcen wie Wasser und Erdöl zu schonen. Auch der CO2-Ausstoß wird im Vergleich zur Produktion von Flaschen aus 100% PET Neuware halbiert.

Veolia betreibt in Rostock eine der modernsten Anlagen zum Recycling von PET-Flaschen. Endprodukt sind PET-Flakes, die den höchsten Normen und Anforderungen genügen, so dass sie sogar für die Produktion neuer PET-Flaschen geeignet sind.

 

ROSTOCK: Hochmoderne Recyclinganlage für PET

Wenn es um die getrennte Sammlung von Abfällen und das Recycling der darin enthaltenen Rohstoffe geht, ist Deutschland Weltmeister. Über das Pfandsystem für Einwegflaschen finden jährlich über eine Milliarde PET-Flaschen ihren Weg nach Rostock. Hier verwertet Veolia in dem so genannten URRC-Verfahren die enthaltenen Kunststoffe zu Rezyklaten zur Produktion neuer Flaschen. Auf die stets gleichbleibende und lebensmitteltaugliche Qualität unseres Rezyklats verlassen sich viele Getränkehersteller und Abfüllbetriebe in Deutschland, zum Beispiel die Hansa-Heemann AG.

Die lebensmitteltauglichen PET-Flakes werden vollautomatisch nachsortiert.

Nachdem Störstoffe wie Getränkedosen entfernt wurden, werden die Flaschen zu Flakes zerkleinert, die Etiketten entfernt und in einem Schwimmbecken die Verschlüsse abgeschöpft. Das PET wird in einem komplexen mechanisch-chemischen Verfahren entgast und die Oberfläche gereinigt. Dabei mischt man die Flakes mit Natronlauge, die die oberste Schicht mit allen etwaigen Verunreinigungen ablöst. Während dieses etwa dreistündigen Prozesses drehen sich die Flakes in einem 26 Meter langen Drehrohrofen mit unterschiedlichen Temperaturstufen. Nach einer letzten Spülung mit Trinkwasser ist das rückgewonnene PET wieder lebensmitteltauglich rein. Schließlich werden die Flakes nachsortiert, getrocknet und in Big Bags abgefüllt. Um gleichbleibend hohe Qualität zu gewährleisten, verfügt die Produktionsstätte in Rostock genau wie die Veolia-Anlagen in Frauenfeld (Schweiz) sowie Norrköping (Schweden) über eigene Labore, in denen wichtige Parameter in Bezug auf Lebensmitteltauglichkeit und Verarbeitbarkeit kontinuierlich gemessen werden.

 

Die Wiedergeburt der neuen PET-Flaschen

Verpackt in Big Bags werden die PET-Flakes an Getränkehersteller und Abfüllbetriebe verkauft und somit der Kreislauf geschlossen. In den Abfüllbetrieben mischt man die Flakes mit PET-Neuware ab und schmilzt sie ein. Aus dem flüssigen Material entstehen so genannte Preforms, deren Hals und Gewinde bereits die endgültige Größe der neuen Flaschen haben. Nach einer erneuten Qualitätskontrolle werden die Preforms mittels Infrarotlicht auf bis zu 250°C erwärmt, aufgeblasen, gestreckt und somit in die endgültige Flaschenform gebracht. Vor dem Abfüllen direkt an der Quelle wird jede Flasche auf Sauberkeit, Form und Dichtheit überprüft. Nach Verschluss und Etikettierung gehen die Flaschen zurück in den Handel und der Kreislauf beginnt von vorn.

Die Vorteile überzeugen

 

Vom Endverbraucher zum PET-Recycling von Veolia und weiter zur Abfüllanlage: Der Rohstoffkreislauf schließt sich.

Allein die Anlage in Rostock spart jährlich rund 31.000 Liter Rohöl-Äquivalenz (beinhaltet Ressourcenverbräuche von Braunkohle, Rohgas, Rohöl, Steinkohle) gegenüber der Produktion von Flaschen aus neuem PET ein. Hinzu kommt die Ersparnis von tausenden Kubikmetern Wasser, während zugleich auch die Kosten für Logistik und Transport von Rohstoffen reduziert werden.