NEISSE TOTAL: Wie künstliche Intelligenz den Kampf gegen Mikroplastik revolutioniert

Mikroplastik in unseren Gewässern ist zu einer der drängendsten Umweltherausforderungen unserer Zeit geworden. Die winzigen Kunststoffpartikel, kleiner als fünf Millimeter, gelangen über verschiedene Wege in Flüsse, Seen und Meere. Einmal in der Umwelt, sind sie kaum noch zu entfernen und reichern sich in der Nahrungskette an. Das Problem: Die Erfassung und Kartierung von Mikroplastik in Fließgewässern war bisher extrem zeit- und kostenintensiv. Genau hier setzt ein revolutionäres Forschungsprojekt an, das Veolia unterstützt.

Ein Probenbecher am Ufer der Neisse

Ein innovatives Projekt

Das Projekt NEISSE TOTAL der gemeinnützigen Wasser 3.0 gGmbH schreibt Geschichte: Es ist die weltweit erste vollständige Mikroplastik-Kartierung eines grenzüberschreitenden Flusses. Die Neiße ist 256 Kilometer lang und bildet die natürliche Grenze zwischen Deutschland, Polen und Tschechien. Die innovative Kombination aus künstlicher Intelligenz und grenzüberschreitender Bürgerwissenschaft verkürzt die Mikroplastik-Analyse des Flusses von Wochen auf wenige Tage. Dies spart Kosten von über 80 Prozent gegenüber konventionellen Methoden.

 

Gemeinsam für Gewässerschutz

NEISSE TOTAL ist mehr als ein Forschungsprojekt, das Bürgerinnen und Bürger, Schulen und NGOs aus drei Ländern aktiv einbindet. Ziel ist es, bis zu 5.000 Menschen für den aktiven Gewässerschutz zu sensibilisieren.

Den Auftakt bildeten im März 2026 die ersten Beprobungen in Görlitz. Mitarbeitende der Stadtwerke Görlitz, eine Tochtergesellschaft von Veolia sowie Schülerinnen und Schüler des Joliot-Curie-Gymnasiums nahmen gemeinsam Wasserproben an 18 Messpunkten. Im April 2026 folgte die gemeinsame Beprobung der gesamten Neiße an 115 Probenentnahme-Punkten in allen drei Ländern.

 

Wie Veolia das Projekt unterstützt

Die Veolia Stiftung und die Veolia Foundation fördern NEISSE TOTAL gemeinsam mit 80.000 Euro pro Projektjahr über eine Laufzeit von 24 Monaten.

„Die Veolia Stiftung sieht in NEISSE TOTAL ein zukunftsweisendes Projekt, das Innovation, Gewässerschutz und Bildung vorbildlich verbindet und damit einen wesentlichen Beitrag zur Lösung einer der drängendsten Umweltprobleme unserer Zeit leistet", so Sylke Freudenthal, Vorständin der Veolia Stiftung Deutschland und Chief Sustainability Officer der Veolia Holding Deutschland GmbH.

David Poinard, Direktor der Veolia Foundation, ergänzt: „NEISSE TOTAL ist ein herausragendes Beispiel dafür, wie innovative Technologien und bürgerschaftliches Engagement zusammenwirken können. Wir sind stolz darauf, dieses Leuchtturmprojekt zu unterstützen, das nicht nur wissenschaftliche Erkenntnisse liefert, sondern auch konkrete Maßnahmen zum Schutz unserer Gewässer ermöglicht und ein Modell für ganz Europa darstellt."

 

Ein Modell für Europa

Die Bedeutung von NEISSE TOTAL reicht weit über die Neiße hinaus:

  • Wissenschaftlich validierte Grundlagen für evidenzbasierte Umweltpolitik
  • Enorme Zeitersparnis und Kostenreduktion um über 80 Prozent
  • Open-Source-KI-Modelle für europaweite Anwendung
  • Mobilisierung der Zivilgesellschaft für aktiven Gewässerschutz

Die Ergebnisse fließen in die Entwicklung europäischer Standards für Gewässerüberwachung ein und werden in der Global Map of Microplastics bereitgestellt.

 

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