Rückgewinnung von Ressourcen

Die Betreiber von Kläranlagen stehen vor einer riesigen Herausforderung: Sie sind per Gesetz verpflichtet, Phosphor aus dem Klärschlamm zurückzugewinnen, sofern dieser mehr als 20 Gramm Phosphor pro Kilogramm Trockensubstanz enthält. So schreibt es die im Oktober 2017 in Kraft getretene Novelle der Klärschlammverordnung. 

Veolia verfolgt sowohl technische Lösungen, um den wichtigen Rohstoff noch auf der Kläranlage direkt aus dem Abwasser zurückzugewinnen als auch nach einer Monoverbrennung aus der Klärschlammasche. Als Betreiber von knapp 30 Monoverbrennungsanlagen vor allem in Europa besitzt Veolia auf diesem Gebiet einen enormen Erfahrungsschatz.

Veolia Klärschlammverwertung Deutschland GmbH
Nordstr. 15
04420 Markranstädt

Tel.: 034205 738 0
Fax: 034205 738 30
E-Mail: de.vkd.info@veolia.com

Veolia befürwortet einen ganzheitlichen Ansatz bei der Phosphorrückgewinnung. Welche Methode zum Einsatz kommt, richtet sich nach der Region, der Schlammqualität und dem Phosphorgehalt.
Laurent Hequet
Geschäftsführer Veolia Deutschland GmbH

PhosForce - Nachhaltige Phosphor-Rückgewinnung direkt aus dem Abwasser

Mit PhosForce hat Veolia ein technologisches Verfahren zur Phosphorrückgewinnung entwickelt, das Kommunen oder Verbände in die Lage versetzt, mehr als die Hälfte des im Abwasserstrom enthaltenen Phosphors direkt auf der Kläranlage zurückzugewinnen und gleichzeitig die Abläufe auf einer Kläranlage zu optimieren sowie Entsorgungskosten zu senken. Das mit Unterstützung des EU-Partners EIT Raw Materials entwickelte Verfahren wurde bereits auf der Kläranlage in Schönebeck (Elbe)  getestet. Nach dieser Methode wird der Klärschlamm vor der Faulung einer biologischen Versäuerung zugeführt. Durch die Zugabe von Substraten oder Chemikalien in geringer Menge sinkt der pH-Wert auf einen Wert zwischen 5,5 und 4. Auf diese Weise lässt sich bereits innerhalb weniger Tage eine große Menge Phosphor vom Abwasser trennen und ist letztlich in gelöster Form im Zentrat enthalten. In einem StruviaTM-Lamellendekanter erfolgt schließlich die Ausfällung des Phosphats. Auf diesem Weg entsteht ein pflanzenverfügbarer Dünger in Form von Struvit (Magnesium-basiert) oder Brushit (Calcium-basiert).


Phos4You - Phosphorgewinnung aus Asche

Bisher wird die Asche nach der Verbrennung deponiert und nicht weiter verwertet. Seit längerem forscht Veolia allerdings an technologischen Ansätzen für eine wirtschaftliche Phosphorrückgewinnung aus der Asche, insbesondere für phosphorreiche Schlämme. In Frankreich laufen aktuell Tests, um Phosphor aus Monoverbrennungsaschen kostengünstig zu binden, so dass der Rohstoff wieder nutzbar ist. Finanziert wird das über die EU mit dem  Projekt  “Phos4You”.