KI für die Tonne? Pforzheim zeigt, wie es geht!

Was tun, wenn Plastik, Glas und Restmüll die Verwertung von Bioabfall zu wertvollen Rohstoffen unmöglich machen? Pforzheim liefert als eine der ersten Städte Deutschlands eine technologische Antwort: Künstliche Intelligenz (KI). Angesichts der wachsenden Herausforderung durch verunreinigten Bioabfall hat die Stadt gemeinsam mit ihrem Partner Veolia ein innovatives Projekt gestartet. Das Ziel: Mithilfe smarter Kontrollen direkt bei der Abholung die Qualität des Bioabfalls entscheidend zu verbessern und so die Kreislaufwirtschaft effektiv zu stärken.

LKW von Veolia Pforzheim

So funktioniert die intelligente Abfallkontrolle

In dem Pilotprojekt kommt ein KI-basiertes Detektionssystem der Firma C-Trace zum Einsatz, das in die Sammelfahrzeuge von Veolia integriert wurde. Das spezielle Kamerasystem ist über der Kippvorrichtung und im Inneren des Fahrzeugs angebracht. Während des Entleerungsvorgangs schießen diese Kameras Bilder vom Inhalt jeder einzelnen Biotonne. Eine KI analysiert diese Bilder in Echtzeit und erkennt Störstoffe wie Kunststofftüten, Glasflaschen oder andere Fehlwürfe. Diese Fehlwürfe werden anschließend gespeichert. Sollte ein Bürger mehrfach falsch sortieren, bekommt er per Post ein Hinweisschreiben zur richtigen Sortierung zugeschickt. Dieses enthält Bilder seiner Fehlwürfe, um aufzuzeigen, worin der Fehler bestand.

Die ersten Erfolge des Projekts sind bereits sichtbar. Es konnte festgestellt werden, dass selbst in Gebieten mit ansonsten guter Mülltrennung häufig sogenannte „biologisch abbaubare“ Plastikbeutel verwendet werden. Diese werden in den Verwertungsanlagen jedoch als Fremdstoffe aussortiert, da sie nicht schnell genug verrotten.

Vom Bioabfall zu Energie und Kompost

Die korrekte Trennung von Bioabfall ist ein wesentlicher Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz. In einer Biogasanlage wird aus den Abfällen zunächst Biogas gewonnen, das zur Erzeugung von Strom dient. Die verbleibenden Gärreste werden zu hochwertigem Kompost für die Landwirtschaft verarbeitet.

Was darf in den Biomüll?

  • Unverpackte Abfälle wie Speisereste, Brot, Gemüse, Obst, Fleisch- und Wurstreste, Milchproduktreste, Gartenabfälle und Schnittblumen.
  • Sammeln Sie Bioabfälle am besten lose in einem dafür vorgesehenen Behälter.
  • Wickeln Sie feuchte Abfälle in Zeitungspapier oder verwenden Sie Papiertüten.
  • Verwenden Sie keine Plastiktüten – auch keine sogenannten kompostierbaren oder biologisch abbaubaren Plastiktüten. 

Das innovative Projekt in Pforzheim zeigt, wie moderne Technologie dazu beitragen kann, die Kreislaufwirtschaft zu stärken und die Umwelt zu schützen. Durch die Mithilfe jeder und jedes Einzelnen kann die Qualität des Bioabfalls entscheidend verbessert werden.

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