Klärschlammtrocknung

Begrenzte Kapazitäten, erhöhter Bedarf. Veolia baut 2020 auf dem LEAG-Kraftwerksgelände in Boxberg/O.L. eine Klärschlammtrocknungsanlage. 

Die Kapazitäten für die Klärschlammverbrennung sind regional begrenzt. Damit kommunale Kläranlagenbetreiber auch in Zukunft ihre Klärschlämme ökologisch sinnvoll und wirtschaftlich verwerten können, investiert Veolia in Klärschlammtrocknungsanlagen. So zum Beispiel plant Veolia 2020 auf dem LEAG-Kraftwerksgelände in Boxberg/O.L. eine Klärschlammtrocknungsanlage zu bauen und ab 2021 zu betreiben.

Rund 50 000 Tonnen Klärschlamm pro Jahr sollen in der neuen Anlage getrocknet werden. Mit Restwärme aus dem Kraftwerksbetrieb wird dem Schlamm Wasser entzogen. Das erfolgt mit einem BioCon™ Bandtrockner. Übrig bleiben am Ende des Trocknungsprozesses 14 000 Tonnen Klärschlammgranulat – ein hochwertiger Ersatzbrennstoff. Dieses Granulat wird im Boxberger Kraftwerk verbrannt und in Strom umgewandelt oder in regionalen Zementwerken verwertet.

Veolia Wasser Deutschland GmbH
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Von der Anlieferung des Klärschlamms über die Trocknung bis hin zur Mitverbrennung. So funktioniert es:

Was bringt die Klärschlammtrocknungsanlage Boxberg/O.L. und der Region?

Stärkung des Standortes

Die Veolia investiert nicht nur in eine Klärschlammtrocknungsanlage, sondern in die gesamte Region. Sie trägt dazu bei, dass der Industriestandort Boxberg/O.L. gestärkt und die Zukunft des Kraftwerkes gesichert wird.

Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen

Die moderne Anlage sichert Arbeitsplätze in der Region – sowohl im Kraftwerk als auch bei regionalen Transportunternehmen. Außerdem werden drei neue Arbeitsplätze für den Betrieb der Anlage geschaffen.

Reduzierung von Kosten

Indem die Klärschlämme in der Region verwertet werden können, bleiben regionale Kläranlagenbetreiber unabhängig. Sie profitieren von niedrigen Kosten für den Transport und die Verwertung der Klärschlämme. Das wirkt sich am Ende positiv auf die Abwassergebühren aus.

Geringerer Energieverlust und CO2-Ausstoß

Die Region wird zum Vorreiter in Sachen ökologischer Klärschlammverwertung. In dem Restwärme des Kraftwerkes für die Trocknung des Klärschlammes genutzt wird, kann der Energieverlust im Kraftwerksprozess reduziert und auf eine zusätzliche Wärmeerzeugung für die Klärschlammtrocknung verzichtet werden. Kreisläufe werden geschlossen und der CO2-Ausstoß wird gesenkt. Das ist doppelt gut für die Umwelt und für die Nachwelt.

Lärm- oder Geruchsbelästigung? Erhöhter Anlieferungsverkehr?
Gut zu wissen...

Es gibt keine zusätzliche Lärmbelästigung

  • Die Klärschlammtrocknung erfolgt in einer geschlossenen Anlage.
  • Die Behörde prüft das Projekt in einem Genehmigungsverfahren, dazu gehört auch ein Lärmgutachten.

Es gibt keine zusätzliche Geruchsbelästigung und Schadstoffemissionen

  • Gesetzliche Vorgaben und Grenzwerte werden eingehalten.
  • Die Klärschlämme werden in geschlossenen Behältern transportiert. 
  • Bei der Trocknung dringt keine geruchsbelastete Luft nach außen.

Der Anlieferungsverkehr steigt geringfügig an

  • Die Anzahl der Lkw, die die Klärschlämme anliefern, wird leicht von 25 auf circa 33 Lkw pro Tag ansteigen.
  • Die Lkw fahren über die Bundesstraße 156 direkt zum Kraftwerk.