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📅 Veröffentlicht: 04. Mai 2026
Zunehmende Dürren, abnehmende Pegel: Im Zuge klimatischer Veränderungen wird für Industrieunternehmen der verantwortungsvolle Umgang mit Wasser zu einem immer wichtigeren Wirtschaftsfaktor. Um die „Licence to operate“ zu sichern, braucht es ein Wassermanagement, das gesetzliche Anforderungen erfüllt und vor allem: die Ressource Wasser schont. Zukunftsorientierte Lösungen hierfür bietet Veolia.
Deutschland gilt nach wie vor als wasserreiches Land, doch Dürrephasen hinterlassen auch hierzulande bereits ihre Spuren. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat ermittelt, dass sich die Anzahl der „heißen Tage“ mit einer Lufttemperatur von mindestens 30 Grad seit 1950 verdreifacht hat. Gleichzeitig haben laut DWD Hitzeperioden in Häufigkeit und Intensität zugenommen.
Die Folgen dieser Dürrephasen liegen auf der Hand: Das im Boden vorgehaltene Wassers geht zurück und der Grundwasserspiegel sinkt. So weist etwa der Dürremonitor des Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung seit 2018 eine erhöhte Dürreintensität im Gesamt- und Oberboden auf, wenngleich mit jährlichen Schwankungen. 2025 etwa führte das sehr trockene Frühjahr dazu, dass der Gesamtboden bis Jahresende das aufgebaute Defizit nicht vollständig ausgleichen konnte. Auch Wasserstände von Flüssen und Bächen nehmen durch Trockenheit und Dürre stark ab. Insgesamt hat sich laut Umweltbundesamt das potenzielle Wasserdargebot in den Jahren 1991 bis 2020 im Vergleich zu 1961 bis 1990 um 6,4 % verringert – mit weiterhin abnehmender Tendenz.
Die doppelte Wasserkrise
Herausforderung für die Industrie
Die Ressource Wasser wird damit auch in Deutschland zu einem zunehmend kostbaren Gut, das schonend behandelt und fair geteilt werden muss. Für die Industrie bedeuten diese Entwicklungen eine doppelte Herausforderung: Zum einen wird Frischwasser als Motor für industrielle Prozesse knapper. Zum anderen können Flüsse, die nicht genug Wasser haben, eingeleitete industrielle Abwässer nicht mehr ausreichend verdünnen. Die Folge: Abwasser-Grenzwerte verschieben sich.
Parallel dazu steigen die regulatorischen Anforderungen. So wurde 2024 die EU-Industrieemissionsrichtlinie (IED) novelliert. Die sogenannten „BVT‑Schlussfolgerungen“ (Beste Verfügbare Techniken) führen zu verschärften, branchenspezifischen Grenzwerten, etwa für die Chemische Industrie, die Nahrungsmittel‑ und Getränkeindustrie, die Papierherstellung sowie für alle Industrieparks. Umgesetzt in deutsches Recht werden die neuen Anforderungen über Anpassungen der Abwasserverordnung (AbwV). Die neuen Grenzbereiche betreffen unter anderem Schwermetalle, organische Parameter sowie Stickstoff- und Phosphorverbindungen. Gleichzeitig rückt die Ressourceneffizienz stärker in den Fokus: Wasserwiederverwendung, Kreislaufführung und die Reduktion von Abwasser sind inzwischen ausdrücklich gefordert.
Virtuelles Wasser
Durchschnittlicher Wasserverbrauch in der Herstellung von Lebensmitteln und Konsumgütern
Quelle: waterfoodprint.org
Wasserstrategien für morgen
Vor diesem Hintergrund wird der sensible Umgang mit Wasser immer relevanter – und ein strategisch ausgerichtetes Wassermanagement zum entscheidenden Erfolgsfaktor. Bei Konzeption und Umsetzung eines solchen Wassermanagements kann Veolia Industrieunternehmen ganzheitlich unterstützen. Als erfahrener Partner von Industrie und Kommunen verbindet das Unternehmen Kompetenz in Infrastruktur, Wasseraufbereitung und -versorgung.
Veolia entwickelt maßgeschneiderte Lösungen, die sowohl regulatorische Anforderungen erfüllen als auch den Wasserverbrauch nachhaltig senken – und somit Produktionsprozesse auch unter Bedingungen zunehmender Wasserknappheit stabil halten. Gleichzeitig werden Anlagen und Verfahren so ausgelegt, dass sie flexibel auf veränderte Rahmenbedingungen reagieren können. Langfristige Partnerschaften ermöglichen zudem eine kontinuierliche Weiterentwicklung und Optimierung direkt am Standort.
Wasserverfügbarkeit als Erfolgsfaktor für industrielle Standorte
Wasser neu gedacht
Je nach Anforderung kommen unterschiedliche Technologien bei der Abwasserbehandlung zum Einsatz, darunter Verdampfung, Filtration, Klärung sowie aerobe und anaerobe Verfahren zur Entfernung von Schadstoffen wie Schwermetallen oder toxischen Verbindungen. Ein besonderer Fokus liegt auf der Wiederverwendung von Wasser. Durch die Kombination biologischer, physikalisch-chemischer und membranbasierter Verfahren wird Abwasser so aufbereitet, dass es erneut als Prozesswasser genutzt werden kann. Im Ergebnis ermöglicht Veolia dadurch eine deutliche Reduktion des Abwassers – bis hin zum sogenannten Zero Liquid Discharge (ZLD), also einer Reduktion um 100 Prozent. Und das wiederum führt zu erheblichen Einsparungen bei der Frischwasserzufuhr, möglich sind Mengen um bis zu 90 Prozent.
Ergänzend eröffnet Smart Water Management zusätzliche Potenziale: Risiken lassen sich frühzeitig erkennen, Prozesse optimieren, Wasserressourcen sichern und langfristige Resilienz aufbauen. Mit der Expertise des internationalen Netzwerks kann Veolia seinen Kunden intelligente Wasserlösungen bieten, die ökologische und ökonomische Ziele miteinander verbinden.
Betriebssicherung zu jeder Zeit
Neben der technologischen Lösung ist eine zuverlässige Umsetzung im Betrieb entscheidend. Veolia begleitet Industrieunternehmen von der Analyse des Status quo über die Planung und Umsetzung bis hin zu Betrieb und Wartung der Anlagen.
Verfahren und Anlagen schneidet Veolia individuell auf die Anforderungen des jeweiligen Betriebs zu. Dadurch lassen sich Produktionsausfälle vermeiden, Investitionen absichern und gleichzeitig nachhaltige Zielsetzungen erfüllen. Das Ergebnis ist ein stabiler und widerstandsfähiger Betrieb, der auch unter sich verschärfenden Umweltbedingungen zuverlässig funktioniert.
Resilienz durch Wassermanagement
Wenn Wasser zunehmend zum kritischen Produktionsfaktor wird, entscheidet ein vorausschauendes Wassermanagement über Zukunftsfähigkeit und Betriebssicherheit. Unternehmen, die frühzeitig handeln, sichern nicht nur ihre Reputation und damit ihre „Licence to operate“ am jeweiligen Standort, sondern stärken zugleich ihre wirtschaftliche Resilienz. Mit integrierten Lösungen, technologischer Expertise und internationaler Erfahrung unterstützt Veolia Industrieunternehmen dabei, den verantwortungsvollen Umgang mit Wasser zu einem strategischen Vorteil zu machen.
Veolia verbindet Verfahrenstechnik, regulatorisches Know-how und langfristige Betriebsverantwortung
- Abwasserbehandlung
- Ganzheitliche Konzepte als Industriepartner: Analyse, Planung, Betrieb und Wartung
- Digitale Optimierung industrieller Wasserkreisläufe
- Wasserwiederverwendung (Water Reuse) / Zero Liquid Discharge (ZLD) Systeme
- Smart Water Management
Ihr Ansprechpartner:
Falk Schwarzer
Bereichsleiter Wasser
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