Bio- und Holzkraftwerk Zapfendorf

Biomassekraftwerk Zapfendorf

Altholzverwertung und umweltschonende Stromerzeugung

Das Biomassekraftwerk Zapfendorf gehört seit 2016 zur Veolia Umweltservice Süd. Das Werk erzeugt pro Jahr ca. 47.000 MWh Strom, der auf Basis des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) ins öffentliche Netz eingespeist wird und so 12.000 Einfamilienhaushalte versorgt. 

Darüber hinaus beliefert das Kraftwerk benachbarte Betriebe und die Kläranlage mit Wärme oder Prozessdampf. Dabei verwertet die Anlage pro Jahr ca. 65.000 Tonnen Altholz

 

Kontakt

Veolia Umweltservice Süd GmbH & Co. KG
Werkstraße 2
96199 Zapfendorf

Tel.: +49 9547 9226-20
Fax: +49 9547 9226-30

Öffnungs-/Anlieferungszeiten
Mo - Fr: 07:00 - 15:30 Uhr (außerhalb der Öffnungszeiten nach Absprache)

Wir verarbeiten folgende Arten von Altholz

  • Kategorie A I: naturbelassenes oder lediglich mechanisch behandeltes Altholz
  • Kategorie A II: verleimtes, gestrichenes, beschichtetes, lackiertes oder anderweitig behandeltes Altholz ohne halogenorganische Verbindungen und ohne Holzschutzmittel
  • Kategorie A III: Altholz mit halogenorganischen Verbindungen ohne Holzschutzmittel
  • Kategorie A IV: mit Holzschutzmitteln behandeltes Altholz, das aufgrund seiner Schadstoffbelastung nicht den Altholzkategorien A I, A II oder A III zugeordnet werden kann
Veolia nimmt im Betrieb Zapfendorf Holzpaletten an.

Wir verwerten folgende Altholzsortimente

1. Altholz aus dem Baubereich

  • Baustellensortimente
    z.B.: Baustellensortimente aus naturbelassenem Vollholz, aus Holzwerkstoffen, Schalhölzer, behandeltes Vollholz (ohne schädliche Verunreinigungen) A II
  • Altholz aus Abbruch und Rückbau
    z.B.: Dielen, Bretterschalungen aus dem Innenausbau, Türblätter und Zargen von Innentüren, Deckenpaneele, Zierbalken (ohne schädliche Verunreinigungen) A II; Konstruktionshölzer für tragende Teile, Holzfachwerk, Dachsparren und -latten, Fenster, Außentüren, imprägnierte Bauhölzer aus dem Außenbereich, Bau- und Abbruchholz mit schädlichen Verunreinigungen A IV 

2. Imprägniertes Altholz aus dem Außenbereich

z.B.: Bahnschwellen, Leitungsmasten, Sortimente aus dem Garten- und Landschaftsbau, imprägnierte Gartenmöbel, Sortimente aus der Landwirtschaft A IV

3. Möbel / Sperrmüll

z.B.: Möbel, naturbelassenes Holz A I, Möbel ohne halogenorganische Verbindungen in der Beschichtung A II, Möbel mit halogenorganischen Verbindungen in der Beschichtung A III, Altholz aus Sperrmüll A III 

4. Verpackungen

  • Paletten
    z.B.: Paletten aus Vollholz, wie z.B.: Europaletten, Industriepaletten aus Vollholz A I, Paletten aus Holzwerkstoffen A II, sonstige Paletten mit Verbundmaterialien A III 
  • Transportkisten
    z.B.: Transportkisten, Verschläge aus Vollholz A I, Obst-, Gemüse- und Zierpflanzkisten, ähnliche aus Vollholz A I, Transportkisten aus Holzwerkstoffen A II, Munitionskisten A IV
  • Kabeltrommeln
    z.B.: Kabeltrommeln aus Vollholz (Hergestellt nach 1989) A I, Kabeltrommeln aus Vollholz (Herstellung vor 1989) A IV

5. Altholz aus der Holzbearbeitung und -verarbeitung

z.B.: Verschnitt, Abschnitte, Späne (ohne schädliche Verunreinigungen) A II, Feinfraktion aus der Aufbereitung von Altholz zu Holzwerkstoffen A IV

6. Sonstige

z.B.: Altholz aus industrieller Anwendung (z.B. Industriefußböden, Kühltürme), Altholz aus dem Wasserbau, Altholz von abgewrackten Schiffen und Waggons, Altholz aus Schadensfällen, Holzhackschnitzel, Holzspäne A IV 

PDF
Annahmekriterien - mit Abfallschlüsselnummern (AVV) (40.96 KB)
PDF
Anlieferungsschein für Altholz (16.53 KB)

Anlage Bio- und Holzkraftwerk Zapfendorf

Im Bio- und Holzkohlekraftwerk Zapfendorf ermöglichen eine sachgerechte Vorbehandlung des Altholzes und hohe Kesseltemperaturen optimale Verfahrensabläufe. Die so gewonnene Energie reicht aus, um 12.000 Haushalte und die örtliche Kläranlage mit Strom zu versorgen.

Höchste Sicherheit steht dabei im Vordergrund: Eine leistungsfähige Reinigungsanlage säubert die Rauchgase und filtert Asche, Schwefelverbindungen, Schwermetalle sowie Staubpartikel zuverlässig aus.

Bei mehr als

850

GradCelsius verbrennt die Biomasse

Prozessschritte der Stromerzeugung

Um Alt- und Restholz der Klassen A I bis A IV für die Verwertung im Bio- und Holzkraftwerk Zapfendorf nutzbar zu machen, wird es im ersten Schritt aufbereitet. Die Materialien werden zerkleinert, von Eisenteilen und weiteren störenden Bestandteilen befreit, gemischt und trocken gelagert.

Anschließend verbrennt die Biomasse bei über 850 Grad Celsius in der ganzjährig betriebenen Feuerungsanlage. Die heißen Rauchgase, die bei der Verbrennung entstehen, erhitzen Wasser in einem Kessel. Durch die Erhitzung entwickelt sich Wasserdampf, der zwei Kondensationsturbinen zum Zweck der Stromproduktion antreibt.

25

Mitarbeitende

64.000 t/a

Verwertungskapazität

8.000 kg/h

Verbrennungskapazität 

In der Anlage in Zapfendorf verbrennt Biomasse in der ganzjährig betriebenen Feuerungsanlage.

Besondere Bauteile des Kraftwerks Zapfendorf

  • Leistungsfähige Rauchgasreinigungsanlage
  • Katalysator zur Reduktion der Stickoxide
  • Rauchgasrückführung für eine bessere Verbrennung

Der Feuerraum des Kessels wurde 1996 vergrößert und eine Rauchgasrückführung eingebaut. Mit dieser Modernisierung ist der Wirkungsgrad des Heizkessels um fast zehn Prozent gestiegen. Das Bio- und Holzkraftwerk nutzt den Energiegehalt der Althölzer damit zu etwa 90 Prozent. Durch die Errichtung zusätzlicher Kühltürme konnte die Durchsatzmenge vergrößert werden und die Installation der zweiten Turbine führte zur Steigerung Stromerzeugung des Kraftwerks.

Altholz
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Umweltschonende Stromerzeugung durch Altholz

Im Bio-und Holzkraftwerk Zapfendorf steht die effiziente Nutzung von Energieträgern, wie Holz an erster Stelle. In allen Bereichen setzen wir auf einen nachhaltigen Umgang mit natürlichen Ressourcen. Die thermische Verwertung von Biomasse ist eine von vielen anerkannten Methoden, mit denen wir fortschrittliche Technologie zur Schonung der Umwelt anwenden. Durch diese Art der Stromerzeugung werden 90 Prozent des Energiegehalts der Althölzer genutzt und zugleich 110.000 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr eingespart.

Das Kraftwerk wird mit verschiedensten Altholzarten aus Industrie und Baugewerbe ökologisch und wirtschaftlich betrieben. So werden zum Beispiel Althölzer der Klassen A I bis A IV verwendet, die aufgrund von Umweltbelastungen sonst ein Fall für die Deponie wären. Feste Abkommen mit Altholzlieferanten sichern die Auslastung der Anlage und ermöglichen eine umweltverträgliche Stromproduktion. 

 

 

 

90% des Energiegehalts der Althölzer werden aufgrund der umweltschonenden Energieerzeugung  genutzt

 

 

 


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