Dekarbonisierung mit Ersatzbrennstoffen (EBS) von Veolia

Bedarfsgerechte Brennstoffkonfiguration
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 📅  Veröffentlicht: 04. Mai 2026

Qualität entscheidet

Veolia bietet hochwertige Ersatzbrennstoffe (EBS), die fossile Energieträger effizient ersetzen, CO₂-Emissionen senken und gleichzeitig für stabile Prozesse sorgen. Damit macht das Unternehmen den Umstieg auf alternative Brennstoffe ebenso wirtschaftlich wie sicher und unterstützt die Industrie auf dem Weg der Dekarbonisierung. 

Ob in Zementwerken, Papierfabriken, Chemieunternehmen oder Kraftwerken: Überall dort, wo viel Energie benötigt wird, können Ersatzbrennstoffe fossile Energieträger wie Kohle, Öl oder Gas teilweise oder nahezu vollständig ersetzen. In modernen Anlagen der Zementindustrie lassen sich heute bereits bis zu 85 Prozent des Energiebedarfs aus festen fossilen Brennstoffen durch Ersatzbrennstoffe decken – mit deutlich positiver Umweltbilanz: Der Einsatz fossiler Rohstoffe sinkt, die CO₂-Emissionen werden reduziert, und Abfälle, die stofflich nicht mehr verwertbar sind, erhalten eine zweite Funktion als energetische Ressource.

Doch das volle Potenzial der Ersatzbrennstoffe entfaltet sich nur bei einem Faktor: konstant hoher Qualität. Sie ist die Grundlage für stabile Prozesse, niedrige Emissionen und eine verlässliche Energieversorgung. Wie wichtig das ist, zeigt eine Studie des Beratungsunternehmens MVW Lechtenberg & Partner im Auftrag der Europäischen Investitionsbank (EIB): 2024 gaben viele Unternehmen an, weiterhin auf fossile Brennstoffe zu setzen – aus Sorge, schwankende EBS-Qualitäten könnten zu Betriebsstörungen führen. Diese Sorge kann Veolia den Befragten nehmen: Als einer der größten EBS-Aufbereiter auf dem deutschen Markt verarbeitet das Unternehmen nicht recycelbare Abfälle (Gewerbe-, Rest- & Verpackungsmüll) zu Sekundärbrennstoffen in gleichbleibend hoher Qualität für einen planbaren Verbrennungsprozess.

Die wichtigsten Qualitätsmerkmale von EBS

Was aber zeichnet eigentlich einen „guten“ Ersatzbrennstoff aus? Es sind drei Eigenschaften, die maßgeblich die Qualität und Anlagentauglichkeit von EBS bestimmen:

Heizwert:

Er ist der energetische Schlüsselparameter und bestimmt die Effizienz des Brennstoffs. Ein hoher und gleichzeitig gleichbleibender Heizwert ermöglicht eine stabile Verbrennung, eine optimale Energieausbeute und Prozessstabilität. 

Hochkalorische EBS erreichen Werte zwischen 18 und 25 MJ/kg, mittelkalorische EBS liegen bei 10–18 MJ/kg, Niederkalorische EBS erreichen Werte von ca. 5–10 MJ/kg.

Schadstoffgehalt: 

Geringe Konzentrationen von Chlor und Schwermetallen sind entscheidend, um Emissionen zu minimieren, Anlagen zu schützen und gesetzliche Grenzwerte sicher einzuhalten. 

Die Bundesgütegemeinschaft Sekundärbrennstoffe und Recyclingholz e.V. (BGS) klassifiziert Ersatzbrennstoffe daher nach Chlorgehalt (Klassen 1–3) und Quecksilbergehalt (Klassen 1–3). Niedrige Werte sind insbesondere für Zementwerke und Kraftwerke relevant, da hier die Abgasreinigung und Prozessführung auf bestimmte Emissionsprofile ausgelegt sind.

Physikalische Eigenschaften:

Korngröße, Feuchtigkeitsgehalt und Schüttdichte beeinflussen die Lagerfähigkeit, das Handling und den Verbrennungsprozess. Je homogener und trockener der Brennstoff, desto besser lässt er sich handhaben und desto sauberer verläuft der Prozess. Für Drehrohröfen in Zementwerken sind beispielsweise feine Materialien ideal, während Wirbelschichtanlagen eine Körnung bis 100 Milimeter bevorzugen. 

Ein Feuchtigkeitsgehalt unter 15 Prozent gilt als optimal, um Energieverluste durch Verdampfung zu vermeiden. Insbesondere Zementwerke benötigen EBS mit einem geringen Wassergehalt.

Die englischsprachige Studie „Managing refuse-derived and solid recovered fuels“ des Beratungsunternehmens MVW Lechtenberg & Partner im Auftrag der Europäischen Investitionsbank (EIB) können Sie hier herunterladen (PDF, 4,8 MB)

Gleichbleibend hochwertig: Veolia weiß wie

Veolia weiß, wie wichtig es ist, dass EBS eine gleichbleibend hohe Qualität aufweisen. Mit langjähriger Erfahrung produziert das Unternehmen europaweit qualitativ hochwertige Brennstoffe und beliefert damit Kraft- und Zementwerke, EBS-Kraftwerke, andere energieintensive Industriezweige und inzwischen auch Kommunen im Rahmen der Wärmeplanung. In Deutschland betreibt Veolia derzeit 15 Anlagen zur Ersatzbrennstoffherstellung, die in drei Prozessschritten erfolgt (mehr zu den Prozessschritten erfahren Sie hier). Dank des deutschlandweiten Anlagennetzes ist Veolia auch dann imstande zu liefern, wenn eine der Anlagen kurzzeitig ausfallen sollte.

Bei der Herstellung schneidet Veolia die drei zentralen Qualitätsparameter gezielt auf die Kundenanforderungen zu: Nicht brennbare oder schadstoffhaltige Bestandteile werden konsequent aussortiert, um den Energiegehalt der Ausgangsstoffe optimal zu nutzen. Der Schadstoffgehalt wird so weit wie möglich reduziert – das minimiert Emissionsspitzen, erhöht die Prozesssicherheit und gewährleistet den Umweltschutz. Und durch die gezielte Einstellung von Korngröße und Schüttdichte werden die Brennstoffe schließlich passgenau auf die jeweilige Feuerung abgestimmt. Das Ergebnis: homogene, emissionsarme EBS in einer Qualität von nieder- über mittel- hin zu hochkalorisch – je nach gewünschter Anwendung.  

Zum Nachweis eben dieser konstant hohen Qualität der EBS für Kohlekraftwerke und Zementwerke, lässt Veolia als neues Mitglied der Bundesgütergemeinschaft Sekundärbrennstoffe und Recyclingholz e.V. seine Brennstoffe zukünftig regelmäßig prüfen. Die Brennstoffe der Mitglieder unterliegen hohen Qualitätsstandards, auf die sich die Verwerter verlassen können. Das RAL-Gütezeichen 724 garantiert eine gleichbleibend hohe Qualität und steht für einen umweltverträglichen, sicheren Einsatz in industriellen Prozessen.

Neue Anlage: für alle Kundenanforderungen

Gemeinsam mit dem Tochterunternehmen Eurologistik setzt Veolia nun einen weiteren Meilenstein in der EBS-Herstellung: Die Unternehmen bauen eine der modernsten Gewerbeabfallsortieranlagen in Europa, und zwar in Massen in der Niederlausitz. Die Anlage soll im Laufe des Jahres 2026 in Betrieb gehen und 220.000 Tonnen Abfall in Ersatzbrennstoffe umwandeln. Vier Aufbereitungslinien ermöglichen es, unterschiedliche Inputqualitäten zu verarbeiten und unterschiedliche EBS herzustellen, die auf die jeweiligen Anforderungen von Industrie und Kommunen zugeschnitten werden. Die Lagerkapazität von 15.000 Tonnen gewährleistet zudem eine kontinuierliche Versorgung und erhöht die Versorgungssicherheit für die Kunden. Die Investition in Massen ist damit ein weiterer Baustein, mit dem Veolia aktiv zur Dekarbonisierung industrieller Prozesse beiträgt und die regionale Energieautonomie stärkt. Der ökologische Vorteil liegt dabei insbesondere darin, dass konventionelle fossile Brennstoffe ersetzt werden können.

Ersatzbrennstoffe sind also längst mehr als ein Nischenthema der Abfallwirtschaft. Als lokal verfügbarer Rohstoff bilden sie eine Brücke zwischen Klimaschutz, Ressourcenschonung und Versorgungssicherheit und erleichtern Industrie und Kommunen den Übergang von fossilen Brennstoffen zu erneuerbaren Energien.


Maßgeschneiderter Brennstoff

Veolia konfiguriert Brennstoffqualitäten präzise für unterschiedlichste Einsatzbereiche. Anhand dreier Anwendungen wird sichtbar, wie gezielt die stoffliche Zusammensetzung von EBS auf konkrete Prozessanforderungen abgestimmt wird.

VEOLUTIONS 2026 EBS Qualität, Bildblock Qualitäten

1. Hochkalorische EBS 
z. B. für die Zementindustrie

Fokus auf Temperatur und Substitution

Homogene Struktur, stabile Korngröße, optimaler Heizwert und geringe Schadstoffgehalte sichern eine gleichmäßige Verbrennung und hohe Substitutionsraten im Hochtemperaturprozess.


2. Mittelkalorische EBS
z. B. für Industriekessel

Fokus auf Dosierung und Prozessstabilität

Gute Förderbarkeit, stabiler Heizwert und angepasste Qualität sichern präzise Dosierung, konstante Dampfproduktion und die Einhaltung von Emissionsgrenzwerten. Kommt als Material in Wirbelschichtanlagen zum Einsatz, z. B. bei Papierfabriken.


3. Niederkalorische EBS 
z. B. für Kraftwerke 

Fokus auf Regelbarkeit und Kesselbetrieb

Konstante Heizwerte ermöglichen einen engen Heizwertbereich. Niedrige Chlor- und Schwefelgehalte sichern eine effiziente Verbrennung und einen kompatiblen Einsatz in bestehenden Kesseln in Kraftwerken, die konstant geringe Heizwerte benötigen.

Auf einen Blick

Kompetenzen und Kennzahlen

Damit Ersatzbrennstoffe ihr Potenzial entfalten, müssen Qualität, Spezifikationen und Liefermengen exakt auf industrielle Anlagen abgestimmt sein. Veolia verbindet dafür hochwertige Aufbereitung, integrierte Wertschöpfungsketten und partnerschaftliche Zusammenarbeit mit der Industrie.

Marktführer unter den EBS-Lieferanten in Deutschland
Herstellung von rund 800.000 Tonnen EBS pro Jahr
Maßgeschneiderte EBS, ausgerichtet an den Anforderungen der Kunden
Gleichbleibend hohe EBS-Qualität für einen planbaren Verbrennungsprozess
Bedarfsgerechte Lieferung, auch an Wochenenden und Feiertagen
Langfristige Partnerschaften
 


 

15 Anlagen

zur EBS Herstellung in ganz Deutschland.

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